Familien fördern - Die Älteren ernst nehmen

Familien sind in ihrer Form des Zusammenlebens unterschiedlich - daher müssen auch die Angebote verschieden sein. Ich will den Familien das Leben erleichtern. Kinder- und Familienpolitik ist eine wichtige Aufgabe der Stadt in Bezug auf den demografischen Wandel. Familie meint hier nicht nur „Eltern mit Kindern“ sondern auch  das Zusammenleben mit unseren Seniorinnen und Senioren.

In unserer Stadt wird die Kinder- und Familienfreundlichkeit über die Zukunftsfähigkeit von Erbach entscheiden. Die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Familien kann ein Anreiz für eine Steigerung der Geburten, Verbleib in der Stadt und Zuzug in unsere Stadt sein. Eine qualitativ hochwertige Betreuung ermöglicht Vätern und Müttern berufstätig zu sein. Die Betreuungszeiten müssen durchgängig und flexibel gestaltet werden. Kinder unter drei Jahren und Schulkinder müssen in einem Gesamtkonzept „Betreuung“ ebenfalls berücksichtigt werden. Eine große Chance sehe ich in der Vernetzung  vorhandener Institutionen und in dem Ausbau von Ferienaktionen. In den Ferien sollen für Schulkinder Ferienspiele und Fahrten angeboten werden. Diese Angebote sind nicht nur für Eltern entlastend sondern stellen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für Kinder und Jugendliche dar und fördern das Sozialverhalten und damit den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Auch hier können Kooperationen mit anderen Kommunen und bereits bestehenden Trägern eingegangen werden.

Bei allen Angeboten muss auf die Qualität geachtet werden! Bildung fängt nicht erst mit dem Eintritt in die Schule an – sie fängt lange davor an und geht weit darüber hinaus. Jedes Kind und jeder Jugendliche muss entsprechend seinen Fähigkeiten gefördert werden – niemand darf zurück bleiben. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist eine bedeutsame und anspruchsvolle Tätigkeit – sie sichert unsere Zukunft!

Auch den Älteren müssen Bildungsmöglichkeiten angeboten werden. Mit der Akademie für lebenslanges Lernen (VHS) können hier differenzierte Angebote ausgearbeitet werden. Betreuungs- und Freizeitangebote sollen auch in den Stadtteilen ausreichend vorhanden sein. Dabei sind die Angebote der Vereine einzubeziehen. Außerdem sollen alle städtischen Maßnahmen auf Familienfreundlichkeit überprüft werden, Baumaßnahmen müssen die Belange von Menschen, die Rollis, Gehhilfen und andere Hilfsmittel benutzen ebenso berücksichtigen, wie die Bedürfnisse von Eltern mit Babys/Kleinkindern. Bildungsangebote in unserer Stadt müssen für alle Altersgruppen in guter Qualität vorhanden sein, die vorhandenen Lücken müssen geschlossen werden.

Die Stadt wird hier als Lotse und Vermittler wichtiger. Das Rathaus braucht daher ein Familienbüro als Anlaufpunkt für alle Fragen rund um die Familie – sei es mit Kindern oder mit pflegebedürftigen Angehörigen. Informationen über Angebote für Ältere,  Kinderbetreuungseinrichtungen, Tagesmüttervermittlung, Ferienaktivitäten sowie  Sport- und Bildungsangebote für alle Altersgruppen können hier abgerufen werden. Und nicht zuletzt müssen die Angebote für Familien für alle bezahlbar sein. Ich werde einen kontinuierlich arbeitenden „Familienbeirat“ ins Leben rufen, der die Verwaltung bei der Umsetzung unterstützt.

Unsere älteren Bürgerinnen und Bürger haben mit ihrem Lebenswerk zum heutigen Stand der Stadt Erbach beigetragen. Die strategischen Planungen unserer Stadt müssen dem Wandel im Generationenverhältnis Rechnung tragen. Die Infrastruktur und die Dienstleistungen in unserer Stadt  sollen verstärkt auf die Belange dieser Gruppe abgestimmt  und  deren Erfahrung und Wissen einbezogen werden.  Dank der steigenden Lebenserwartung sind Seniorinnen und  Senioren bei Rentenbeginn häufig noch sehr fit  und wollen ihren „Ruhestand“ aktiv gestalten und sich ehrenamtlich betätigen. Das Können, das Wissen und die Lebenserfahrung der Älteren kann sich in ehrenamtlichen Tätigkeiten entfalten.

Neue Projekte, wie „Patenmodelle“ bei der Berufswahl von Jugendlichen und bei der Familien- und Bildungsförderung von Kindern, „Ersatzgroßeltern“ und gemeinsame Wohnprojekte werden von mir angeregt und gefördert. Generationsübergreifende Projekte werde ich initiieren und unterstützen. Außerdem gehört es zu den Aufgaben einer Stadt, ein Seniorennetzwerk mit Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches sowie der Planung von Projekten zu fördern.